Montag, 6. April, 8:00 Uhr: Auf der Suche nach der Feldlerche

Auf der Suche nach der Feldlerche – Exkursion am Ostermontag

Montag, 6. April, 8:00 Uhr – Treffpunkt: Bei der Waage, Hauptstrasse 1, Niedersteinmaur

Wer an einem Frühlingsmorgen über die Felder rund um Steinmaur spaziert, kann mit etwas Glück einen der schönsten Frühlingsboten hören: die Feldlerche. Hoch über den Feldern steigt sie singend in den Himmel, scheinbar schwerelos – ihr Gesang ist ein unverwechselbares Zeichen für den Beginn der warmen Jahreszeit.

Am Ostermontag, 6. April, laden wir zu einer naturkundlichen Exkursion zur Feldlerche ein. Gemeinsam machen wir uns auf die Suche nach diesem faszinierenden Vogel und erfahren, wie er lebt und warum sein Lebensraum heute unter Druck steht.

Ein Vogel der offenen Landschaft

Die Feldlerche ist ein typischer Vogel der offenen Kulturlandschaft. Sie liebt weite landwirtschaftliche Flächen ohne Bäume, Hecken oder Hochspannungsleitungen. Genau dort kann sie ungestört ihren Singflug ausführen und ihre Feinde früh erkennen.

Besonders bemerkenswert ist ihre Brutstrategie: Feldlerchen bauen ihre Nester direkt am Boden. Das macht sie jedoch auch verletzlich. Moderne Landwirtschaft bringt mehrere Herausforderungen mit sich: Felder werden intensiv bewirtschaftet, und Getreide wird heute oft so dicht gesät, dass sich die Vögel am Boden kaum noch bewegen können.


Lerchenfenster – kleine Öffnungen mit grosser Wirkung

In Steinmaur engagieren sich Landwirte aktiv für den Schutz der Feldlerche. Eine einfache, aber wirkungsvolle Massnahme sind sogenannte „Lerchenfenster“. Dabei bleiben beim Säen kleine Stellen im Feld bewusst frei. Diese offenen Bereiche ermöglichen den Lerchen den Zugang zum Boden und bieten Platz für ihre Nester.

Eine weitere Fördermethode ist die weite Saat: Hier werden grössere Abstände zwischen den Saatreihen gelassen. Dadurch entsteht am Boden mehr Raum für Tiere und Pflanzen. Zwar führt dies zu einem kleinen Ertragsverlust, doch Landwirte können diese Massnahme im Rahmen der kantonalen ökologischen Ausgleichsprogramme anmelden.


Wo die Feldlerche in Steinmaur noch vorkommt

Trotz vieler Herausforderungen gibt es in der Region noch Vorkommen der Feldlerche. Besonders gute Chancen, sie zu beobachten oder zumindest ihren Gesang zu hören, bestehen in den offenen Landschaftsräumen

  • zwischen Seewisstrasse und Pfaffenrank sowie
  • zwischen Obersteinmaur und Riedt/Neerach.

Während unserer Exkursion zeigen wir Ihnen vor Ort Lerchenfenster, erklären die Lebensweise der Feldlerche und sprechen darüber, wie Landwirtschaft und Naturschutz gemeinsam zum Erhalt dieser besonderen Vogelart beitragen können.


Früh aufstehen lohnt sich

Die Exkursion beginnt bewusst früh: Am Morgen sind Feldlerchen besonders aktiv und ihr Gesang erfüllt die ganze Landschaft. Ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen – egal ob Naturkennerin, Spaziergänger oder neugierige Familie. Wer mag, bringt ein Fernglas mit.

Wir freuen uns auf einen spannenden Frühlingsmorgen in der Steinmaurer Kulturlandschaft – und vielleicht auf den Gesang der Feldlerche hoch über den Feldern.


Wer mehr erfahren oder selbst mithelfen möchte, findet Infos zum Natur- und Vogelschutzverein Steinmaur unter: www.nvv-steinmaur.ch







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